Besuch bei der Ölmühle Walz

Frauen Union Acher-Renchtal zu Besuch bei der Ölmühle Walz

Im Reigen der alljährlichen Unternehmungen und Veranstaltungen der Frauen Union Acher-Renchtal fand vor Kurzem ein Besuch bei der Ölmühle Walz in Oberkirch statt.

Von außen klein wirkend, aber innen "fein" ausgestattet, präsentierte sich der Oberkircher Familienbetrieb, in welchem eine große und vielfältige Produktpalette von Ölen und anderen Naturprodukten wie biologisch erzeugte Lebensmittel, aber auch Kosmetika, z. b. von der Firma Dr. Hauschka angeboten werden.

Frau Mayer, welche durch den Betrieb führte, erläuterte den interessierten Frauen die Öl-Herstellung, welche durch die schonende und temperierte Pressung von Samen oder Nüssen errreicht werde. So produziere man beispielsweise glutenfreies Leinöl aus Leinmehl bzw. Leinsaat. Die Inhaberin der Ölmühle betonte, dass die hohe Qualität ihrer Produkte im Vordergrund stehe. Die Walnüsse für Walnussöl würden aus der direkten Umgebung von Privatbesitzern geliefert werden, Macademianüsse, Mohnsamen oder Mandeln stammten von biologisch geführten landwirtschaftlichen Betrieben aus Süd- oder Südosteuropa. Ein Großteil des Biogetreides, das für die Ölherstellung geliefert werde, stamme jedoch aus Deutschland. Ein weiteres Standbein für den Familienbetrieb Walz ist die Belieferung von Kosmetikfirmen wie Dr. Hauschka mit den hauseigens hergestellten Ölen, wie z. B. dem Mandel- oder Arganöl, das wiederum seine Verwendung in Cremes oder Lotions findet. 

Des Weiteren erfuhren die Frauen, dass bei der Ölherstellung so gut wie kein Abfall entsteht, da der sogenannte Presskuchen seine direkte Verwendung im Tierfutter für die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region findet. Der positive Nebeneffekt dabei: Der Presskuchen ist rückstandsfrei und von einwandfreier kontrollierter Qualität.

Auch die Stromerzeugung erfolgt in der Ölmühle auf natürlichem Wege, nämlich durch den Mühlbach, der das Mühlrad antreibt und die Mühle mit dem notwendigen Strom versorgt. Frau Mayer räumte jedoch ein, dass in eher wasserarmen und trockeneren Monaten auch ergänzend Strom eingespeist werden müsse, da dann im Mühlbach zu wenig Wasser fließe.

Historisch belegt ist die Gründung der Mühle im Jahr 1832 – ein Betrieb mit Tradition. Im Jahr 1919 wurde auf die damals moderne hydraulische Steinpressung umgestellt. Dennoch bestimmt auch heute noch die handwerkliche Arbeit die Erzeugung von Ölen.

Die Ölmühle Walz beschäftigt derzeit zwei Vollzeitmüller und hat 20 Mitarbeiter, die vorwiegend in Teilzeit beschäftigt sind.

Zum Ausklang der informativen Betriebsbesichtigung konnten die Frauen noch von den verschiedenen Ölen, getunkt in Brotwürfeln,  kosten. Man war sich einig: Dieser Oberkircher Familienbetrieb ist auch und gerade wegen seiner traditionellen Verfahrenstechniken innovativ, bei den Kunden gefragt und lädt zum "Schnuppern" und Einkaufen ein.

Auf dem Foto zu sehen: Die Frauen Union Acher-Renchtal bei der Ölverkostung in der Ölmühle Walz

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