Mitgliederversammlung der Frauenunion Acher-Renchtal mit Neuwahlen

Turnusgemäß fand die Mitgliederversammlung der Frauen Union Acher-Renchtal mit Neuwahlen statt.

Zur ersten Vorsitzenden wurde einstimmig Birgt Wild-Peter aus Oppenau gewählt. Ihre Stellvertreterinnen sind wie bisher Ulrike Heib aus Lauf sowie Vera Huber aus Oberkirch. Als Schriftführerin ist neu dabei Ursula Roth aus Oberkirch; Andrea Steimel aus Lauf betreut wie zuvor die Homepage der FU Acher-Renchtal. Als Beisitzerinnen wurden gewählt: Ursula Baßler (Kappelrodeck), Dagmar Braun (Oberkirch), Lore Frenk (Lautenbach), Melitta Hörr (Bad Peterstal), Waltraud Huber (Oppenau), Sonja Schuchter (Ulm-Mösbach), Eveline Seeberger (Oberkirch), Ulrike Vallendor (Oberkirch), Melanie Weber-Veill (Renchen).

Rita Ziegler-Dohninger aus Lauf hatte die Wahlleitung übernommen. Kooptiert sind Ingrid Ehle, Landesvorsitzende der Senioren-Union sowie die FU Kreisvorsitzende Helga Wössner.

Als Gastredner war der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Schebesta eingeladen, der über Flüchtlings- und Bildungspolitik sowie den Landeshaushalt referierte. Schebesta forderte eine bessere Förderung von Flüchtlingen an den Schulen. Von der rot-grünen Landesregierung sei versäumt worden, den Lehrkräften frühzeitig entsprechende Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten. Viele Lehrkräfte seien sprichwörtlich "in das kalte Wasser geworfen worden". Es fehle auch an zusätzlichem Förderunterricht für jugendliche Migranten, die teilweise weder lesen noch schreiben könnten. Dies betreffe vor allem die VABO-Klassen (Vorbereitung auf den Beruf ohne Deutschkenntnisse) an den Beruflichen Schulen. – Eine Integration der Flüchtlinge in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt gelinge nur, wenn gute Deutschkenntnisse und entsprechende berufliche Qualifikationen vorhanden seien.

Volker Schebesta wies auch daraufhin, dass ein Großteil der Flüchtlinge nur ein Minimum an Qualifikationen mitbringe. Dies betreffe vor allem Migranten aus Afghanistan und Eritrea. Auf Nachfrage von CDU-Abgeordneten, inwieweit Flüchtlinge im Kreis direkt eine Arbeit aufnehmen könnten, habe die Bundesagentur für Arbeit in Offenburg geantwortet, dass von derzeit ca. 2500 Flüchtlingen gerade 90 auf dem Arbeitsmarkt rasch vermittelbar seien. Die hohen Erwartungen, welche die Industrie angesichts des Facharbeitermangels gehabt habe, könnten daher so schnell nicht befriedigt werden. Sorge mache auch der weiterhin anhaltende Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland. Schebesta verwies darauf, dass die rot-grün geführten Landesregierungen im Bund zu lange gezögert hätten, der Umstellung von Geldleistungen auf Sachleistungen zuzustimmen. So sei allgemein bei Asylbewerbern der Eindruck entstanden, dass Deutschland ein Land sei, in dem Milch und Honig fließe.

Zum Thema Landeshaushalt merkte Schebesta an, dass die rot-grüne Landesregierung sowohl von den Rücklagen der früheren CDU/FDP als auch von hohen Steuereinnahmen profitieren könne. Allerdings würden Milliarden für Prestigeobjekte wie Gemeinschaftsschule, Nationalpark usw. ausgegeben. Hinzu kämen derzeit die hohen Kosten für die Flüchtlingsunterbringung.

Neben der politischen Diskussion fand auch ein musikalisches Rahmenprogramm statt. Mario Müns und Lukas Krüger, Schüler der Jugendmusikschule Oberkirch, bezauberten das Publikum mit südamerikanischen und katalanischen Gitarrenklängen. Den Höhepunkt und Abschluss der musikalischen Darbietung bildete dann jedoch das bekannte deutsche Weihnachtslied "Liese rieselt der Schnee".  

Engerer Vorstand:
Von links nach rechts: Ulrike Heib, Ursula Roth, Birgit Wild-Peter, Volker Schebesta, Vera Huber

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